Sport im Winter: Heiße Tipps in Sachen „Frostschutz“

Kälte macht krank? Diese Ausrede war gestern! Winterurlaub, Skifahr-Saison und natürlich LAUFMAMALAUF-Kurse im winterlichen Park: Hier geht es darum, wie Du auch bei Minusgraden fit und gesund bleibst und beim Sport im Winter optimal trainierst.

„Trainiert Ihr auch im Winter?“ und „Ist Sport bei Minusgraden nicht ungesund?“: Das sind häufige Fragen, die uns gestellt werden. Die Verunsicherung ist groß, wenn der Blick auf das Thermometer Temperaturen unter dem Gefrierpunkt anzeigen. Wir untersuchen daher, was ist dran ist am Minusgrad-Mytos, räumen auf mit Vorurteilen und geben Dir die wichtigsten Tipps für gesunden Wintersport.

Also zunächst mal: Moderates, regelmäßiges Outdoor-Training im Winter ist grundsätzlich gesund. Selbst bei Minustemperaturen bis -15 Grad brauchst Du keine gesundheitlichen Risiken befürchten. Die bange Frage, ob die Kälte der Lunge schadet, lässt sich wissenschaftlich entkräften. Das Hagen-Poiseuille-Gesetz erklärt, warum auch bei Schnee und Eis keine Vereisung der Bronchien auftritt.

 

Sport im Winter: Summer bodies are made in the winter time

Du darfst und sollst daher auf jeden Fall auch im Winter draußen Sport machen. Wir bieten unsere LAUFMAMALAUF-Kurse ganzjährig an und trainieren auch im Winter. Unsere LAUFMAMALAUF-Trainerinnen achten beim Winter-Outdoor-Training auch darauf, das Trainingsprogramm auf die kalten Temperaturen und vielleicht eingeschränkten Verhältnisse im Park anzupassen.

Immer noch nicht überzeugt? Hier ein paar Argumente, damit der klare Verstand den manchmal bequemen Körper leichter überzeugen kann:

Die vier Benefits von Sport im Winter

  1. Goodbye, Grippe: In überhitzen Räumen holen Mama und Kind sich schnell eine Erkältung von der Mama und dem Kind nebenan. Die frische Luft beim Outdoor-Training befeuchtet und kühlt die Atemwege, was sie abwehrfähiger macht.
  2. Cardio-King: Die Bewegung an der frischen und kalten Luft ist besonders positiv für das Herz-Kreislauf-System und trainiert nicht nur das Immunsystem von Mutter und Kind, sondern auch Haut und Sinne.
  3. Winterblues adé: Gerade wenn es im Winter dunkler und trüber wird, ist es für die Psyche wichtig, dass Du Tageslicht tankst und Dich ausreichend draußen bewegst. Denn bei zuwenig Tageslicht sorgt ein hoher Melatonin-Spiegel im Blut für Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Unlust und Heißhunger.
  4. In Topform ins Frühjahr: Wer ganzjährig trainiert und klare Vorteile gegenüber den „Schön-Wetter-Sportlerinnen“: Wer seine Sportschuhe im Winter nicht an den Nagel hängt, sondern fleißig weiter trainiert, braucht im Frühling nicht wieder Monate, um alte Fitnesshöhen zu erklimmen. Eine Studie der Universitäten Dortmund und Münster zeigt, dass Kälte die Fitness sogar unterstützt.

Heiße Tipps für die kalte Saison

Die wichtigsten Tipps für sicheren und gesunden Sport im Winter haben wir hier für Euch zusammengestellt. Wir wünschen allen Winter-LAUFMAMAs, Skifahrerinnen, Snowboarderinnen, Schlittenfahrerinnen, Schlittschuhläuferinnen, Schneewandererinnen, Langläuferinnen, Winterurlauberinnen und sonstigen Outdoor-Sportlerinnen eine gesunde und fitte Winterzeit! Wenn Du Lust hast, einen LAUFMAMALAUF-Outdoor-Kurs im Winter auszuprobieren, dann findest Du hier Kurse in Deiner Nähe.

Und was ist mit dem Baby?

Bei den LAUFMAMALAUF Kinderwagen-Kursen trainiert nicht nur Mama draußen im Park, sondern Dein Baby ist im Kinderwagen beim Training dabei. Auch hier können wir Entwarnung geben: Hebammen und Kinderärzte sind sich einig, dass die Kleinen im Kinderwagen auch im Winter an die Frischluft dürfen und sollen, auch bei Temperaturen unter Null. Bitte achte aber darauf, dass Dein Kind bei der Anreise im Pkw oder im öffentlichen Nahverkehr nicht zu warm eingepackt ist und überhitzt. Im warmen Auto oder Bus sollten Mützen, Handschuh, Schneeanzug etc. ausgezogen und dicke Schlafsäcke zumindest weit geöffnet werden. Die Kinder erst in der Kälte richtig warm einpacken. Das Gesicht mit einer Baby-Wind- und Wettercreme eincremen, möglichst 10 Minuten bevor Ihr in die Kälte geht.

Perfekt gekleidet beim Wintersport

Und für Dich? Frieren ist Stress für den Körper und verringert die körpereigenen Abwehrkräfte. Also ganz wichtig beim Sporteln im Winter: Bekleidung nach Zwiebelprinzip tragen und dabei auf atmungsaktive Funktionskleidung achten, die Feuchtigkeit schnell vom Körper wegtransportiert und die Haut trocken hält. Für den Sport im Winter perfekt: Thermounterwäsche, langärmliges Funktionsshirt und darüber eine Fleece- oder Funktionsjacke. Aber bitte nicht übertreiben mit dem Einmummeln: Oftmals wird unterschätzt, dass die Körpertemperatur schon nach wenigen Minuten Workout deutlich ansteigt. Daher am besten mit Daunenmantel in den Park stiefeln, den fürs Sporteln ablegen und nach dem Workout wieder überziehen, um sowohl Überhitzung als auch Frieren zu vermeiden.

Wohlbehütet durch den Winter

Es ist bekannt, dass ein Großteil der Körperwärme über den Kopf abgegeben wird. Daher beim Sport im Winter eine leichte Woll- oder Fleecemütze tragen oder ein dickeres Stirnband. Die Kälte merkst Du auch besonders an den Händen – besonders, wenn Du mit Kinderwagen trainierst. Da helfen Handschuhe oder ein Handmuff am Kinderwagen

Vorsicht Rutschgefahr!

Solange eine perfekte, puderige Schneedecke den Boden bedeckt, haben Deine Füße auch in herkömmlichen Lauf- und Sportschuhen meist ausreichend „Grip“. Herausfordernd wird es, wenn die Wege vereist sind oder der Schnee fest getreten ist. Dann solltest Du auf so genannte Trail Running Schuhe oder Hiking Boots umsteigen. Auch hilfreich beim Sport im Winter: Spikes, die Du Dir unter Deine Schuhsohlen spannen kannst und die das Wegrutschen auf Eis verhindern. Übrigens: Für warme Füße sorgen Wollsocken in den Schuhen oder Einlegesohlen aus Lammfell.

Atmung bei Minustemperaturen

Beim Sport im Winter, vor allem bei Minustemperaturen empfiehlt es sich, durch die Nase zu atmen, da dadurch die Einatmungsluft optimal vorgewärmt wird. Zusätzlich kann ein Schal vor dem Gesicht dazu beitragen, dass die Luft als weniger kalt empfunden wird.

Der Körper braucht “Brennstoff”

Der Winterspeck soll weg! Aber Achtung: Den Körper warm und die Körpertemperatur aufrecht zu erhalten, ist ein Hochleistungsjob für den Organismus. Dafür braucht der Körper ausreichend Verpflegung, die er in schnellen Brennstoff umwandeln kann. Ca. eine halbe Stunde vor dem Training einem kleinen Snack aus Kohlenhydraten und Eiweiß essen und möglichst direkt nach der Sporteinheit  Eiweiß nachschieben. Ein perfekter Pre-Workout-Snack ist zum Beispiel ein Vollkorntoast mit Erdnussbutter getoppt mit einer halben Banane oder eine halbe Tasse Haferflocken mit Beeren. Als Post-Workout-Snack empfehlen wir einen Spinatsalat mit Fetakäse oder ein Omelette mit Gemüse.

Ans Trinken denken

Auch wenn es draußen kalt ist, braucht Dein Körper vor, während und nach dem Training Flüssigkeit. Nimm daher zum Sport im Winter eine Trinkflasche mit Wasser mit oder pack Dir eine Thermosflasche mit ungesüßtem, warmen Tee ein.

Langsam abhärten

Bewegung an der frischen Luft härtet ab! Aber nicht von jetzt auf gleich. Der Körper lernt eher nach und nach, sich auf die veränderten Bedingungen im Winter einzustellen. Daher sollte beim Outdoor-Training immer ein lockeres Warm-up am Anfang stehen, bevor Du richtig Vollgas gibst.

Sporteln verboten!

Die Erkältung hat Dich doch erwischt? Dann heißt es “Füße hochlegen”! Das Risiko einer langfristigen Schädigung durch beispielsweise eine Herzmuskelentzündung solltest Du nicht unterschätzen. Auch wer Medikamente gegen Erkältungssymptome einnimmt und sich eigentlich fit fühlt, sollte vorübergehend auf Sport im Winter verzichten. Umso schöner ist das Durchstarten, wenn die Krankheit hinter Dir liegt.

 

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