Wenn Müttern die Puste ausgeht – Eine Kurmaßnahme des MGW kann helfen!

Mamas im alltäglichen Wahnsinn! Morgens schon im Stress, damit die Kids rechtzeitig in Kita oder Schule sind. Bei der Arbeit schon überlegen, was am Nachmittag noch ansteht und erledigt werden muss. Was muss eingekauft werden, wie kommt das eine Kind zum Guitarre-Unterricht und das andere zum Judo? Sind die Hausaufgaben gemacht, die Sportsachen für morgen gepackt, das Geburtstagsgeschenk für Oma gekauft und wer bringt die Katze zum Tierarzt? Die To Do-Liste ist oftmals unendlich. Die Kräfte aber sind es schon.

Was tun, wenn die Nerven blank liegen? Wenn der Alltag zu einer Belastung wird? Wenn die Kraft für die Herausforderungen von Karriere, Haushalt und Familie nicht mehr reicht? Das Müttergenesungswerk hilft. Beispielsweise eine Kurmaßnahme kann hier ein kleines Wunder bewirken. Wir haben uns dazu mit Irina Lieske vom MGW unterhalten.

Quelle: MGW

Was ist das MGW und was macht das MGW?

Das Müttergenesungswerk (MGW) ist eine gemeinnützige Stiftung, deren Ziel die Gesundheit und Gesunderhaltung von Müttern ist. Unter dem Dach des MGW arbeiten fünf Wohlfahrtsverbände bzw. deren Arbeitsgemeinschaft oder Fachverband zusammen (AWO, DRK, EVA, KAG, Parität). Schirmherrin ist die Frau des Bundespräsidenten, Elke Büdenbender.

Bundesweit stehen 5 Mütter- und 71 Mutter-Kind-Kliniken, die vom MGW anerkannt sind, für Kurmaßnahmen zur Verfügung. Die Kliniken bieten nicht nur Kuren für Mütter und für Mütter mit Kindern, sondern auch spezielle Kurmaßnahmen für Väter mit Kindern und pflegende Angehörige an.

Eine ausführliche und individuelle Beratung rund um alle Fragen zu den Kurmaßnahmen im Müttergenesungswerk bieten die rund 1.300 Beratungsstellen bei den Wohlfahrtsverbänden im MGW-Verbund.

Quelle: MGW

Seit wann gibt es das MGW?

Die Elly Heuss-Knapp-Stiftung wurde am 31. Januar 1950 von Elly-Heuss-Knapp, der Frau des ersten Bundespräsidenten, gegründet. Ziel und Zweck der neuen Stiftung war und ist es noch heute, Kuren für Mütter zu ermöglichen und den Müttern eine starke Stimme zu geben.

Warum ist die Arbeit des MGW – auch heute noch – wichtig?

Rund zwei Millionen Mütter sind kurbedürftig, das heißt, sie leiden unter Belastungen wie ständigem Zeitdruck, (Un-)Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Erziehungsschwierigkeiten, Partnerschafts- und finanziellen Problemen und vielen mehr. Dies spiegelt sich in Erkrankungen wie Erschöpfungszuständen bis zum Burn-out, Rückenbeschwerden, Schlafstörungen, Unruhe- und Angstgefühle und Kopfschmerzen wider. Diese Mütter brauchen unsere Unterstützung.

Quelle: MGW

Was ist das Besondere am Angebot des MGW?

Die Kliniken im MGW-Verbund arbeiten mit besonderen mütter-spezifischen Konzepten. D. h. die Mütter sind unter sich. Sie reisen gemeinsam an und bleiben  drei Wochen als Gruppe zusammen, das ermöglicht den größtmöglichen Austausch. Die Mütter werden frauenspezifisch und ganzheitlich entsprechend ihrer Erkrankungen behandelt und respektvoll angenommen und unterstützt. Der Therapieplan wird individuell festgelegt und bezieht neben der gesundheitlichen Situation auch die persönliche Lebenssituation mit ein.

Welche Frauen wenden sich denn an die Beratungsstellen und brauchen eine Kur?

Eine Kur ist für alle Mütter eine Option, die das Gefühl haben: „Mir ist alles zu viel. Ich kann nicht mehr.“ Wichtig ist: Jede Frau hat ein Recht auf Kur, wenn sie die medizinischen Voraussetzungen mitbringt – unabhängig von der gesellschaftlichen Schicht und dem Einkommen.

Warum habt Ihr sowohl Mütter-Kurmaßnahmen und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen?

Müttermaßnahmen bieten Frauen (ohne Kinder) die Möglichkeit, sich ganz auf die eigene Gesundheit und die eigenen Bedürfnisse zu konzentrieren. Sie können hier Abstand gewinnen, Alltag und Mehrfachbelastungen hinter sich lassen und neue Wege und Kräfte finden.

Mutter-Kind-Maßnahmen kommen in Betracht, wenn z. B. die Mutter-Kind-Beziehung verbessert werden soll, eine besondere familiäre Situation vorliegt, das Kind nicht anderweitig betreut und versorgt werden kann.

Was passiert bei einer solchen Kur?

Jede Mutter erhält einen individuellen Therapieplan, der neben der gesundheitlichen Situation auch die persönliche Lebenssituation mit einbezieht. Eine Kurmaßnahme dauert in der Regel drei Wochen.

Quelle: MGW

Vor allem geht es bei einer Kur um die Stärkung der Selbstheilungskräfte, der Gesundheit der Mutter und der Bindung zwischen Mutter und Kind. In den Maßnahmen soll den Müttern der Rücken gestärkt werden. Damit das funktioniert, sollen die Maßnahmen Anstöße zur Veränderung geben und alltagstauglich sein. Mütter können zum Beispiel in der Kur überdenken, wie sie ihre Prioritäten und Verantwortungen verteilen. Sie sollen sich fragen: „Wann bin ich dran?“  und nicht mehr die eigenen Bedürfnisse zurückstellen. Dieses Umdenken ist ein wichtiger Prozess – der Beginn einer Veränderung.

Auf den Punkt gebracht: In drei Wochen wird nicht das Leben verändert, aber der Blick auf das eigene Leben. Und das ist ganz wichtig.

Was sind die Erfolge einer Kur?

Der gesundheitliche Erfolg der Maßnahmen in den vom MGW anerkannten Kliniken ist erwiesen. Ausgeprägte Eingangsbelastungen reduzieren sich deutlich. Eine Übertragung der Kurerfolge in den Alltag kann sehr gut gelingen: z. B. Verminderung von Erschöpfung, besserer Umgang mit sozialen  Problemen, Stärkung der Erziehungskompetenz. Darüber hinaus werden z. B. nach Ende des Aufenthalts weniger Medikamente genommen, fallen weniger Krankheitstage und Arztbesuche an. Auch der allgemeine Gesundheitszustand der Kinder verbessert sich signifikant .

Quelle: MGW

Was müssen Mütter tun, um in den Genuss einer Kur zu kommen?

Eine Mutter sollte auf jeden Fall die Unterstützung einer unserer Beratungsstellen in Anspruch nehmen, dann muss sie keine weiten Wege gehen. Die Beratungsstelle sucht eine passende Kurmaßnahme und hilft bei allen Belangen rund um die Kurmaßnahme.

Eine Beratungsstelle in ihrer Nähe finden Mütter unter:

https://www.muettergenesungswerk.de/kur-angebot/beratungsstellensuche-start.html

Die Beraterinnen und Berater beantworten alle Fragen rund um die Kurmaßnahme im persönlichen Gespräch und suchen eine passende Klinik. Hier erhalten die Mütter auch das notwendige Attestformular für ihre Ärztin/ ihren Arzt. Anschließend bespricht die Beratungsstelle mit den Müttern, ob  eher eine Mütter-Kur oder eine Mutter-Kind-Kur in Frage kommt.

Warum braucht das MGW Spenden?

Die Arbeit des Müttergenesungswerks beruht größtenteils auf Spenden, denn die Stiftung erhält keine öffentliche Förderung. Ein Großteil der Spenden fließt in die direkte Kurbezuschussung von einkommensschwachen Müttern. Zwar finanziert die Krankenkasse die Kurmaßnahmen, aber übernimmt nicht die Kosten z.B. für An- und Abreise oder den gesetzlichen Eigenanteil. Spenden sind auch für unsere wichtige Aufklärungsarbeit nötig.

Wie kann man konkret helfen? Was bewirken die Spenden?

Mit einer 10-Euro-Spende ermöglicht man einer Mutter den notwendigen Eigenanteil pro Kurtag (220 Euro für eine gesamte Kurmaßnahme) oder man unterstützt die Mutter beim Kauf von wetterfester Kinderkleidung, Gepäckkosten oder bei weiteren Kurnebenkosten.

Mehr Infos dazu unter: https://www.muettergenesungswerk.de/jetzt-spenden.html

 

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