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Ist Work-Life-Balance für Mütter totaler Quatsch?

Laut der repräsentativen forsa-Studie im Auftrag von ELTERN sind für 67% der Mütter „Eile, Hetze und Zeitdruck“ ganz normaler Alltag. Nach Work-Life-Balance hört sich dieses Studienergebnis nicht an. Wenn schon das Leben und die Arbeit so schwierig unter einen Hut zu bringen ist, wo bleibt da Zeit für uns selbst? Zum Sportmachen? Zum Kaffeetrinken mit der Freundin? Zum Restaurantbesuch mit dem Ehemann?

 

Work-Life-Balance beim LAUFMAMALAUF Head-Office

Das LAUFMAMALAUF-Team im Head-Office besteht aus sechs Frauen, allesamt Mütter mit insgesamt 12,5 Kinder im Alter von 0 bis 19 Jahre. Work-Life-Balance ist daher auch für uns ein akutes und alltägliches Thema:

  • Wie halte ich alle Bälle in der Luft?
  • Geht es meinem Kind gut?
  • Wann ist Deadline für dieses Projekt?
  • Schon wieder Läuse-Alarm in der Kita!
  • Bin ich eine gute Mutter?
  • Wer bäckt den Kuchen für den Basar in der Schule? Oder komme ich mit einem gekauften Kuchen durch?
  • Hilfe, bin ich müde!
  • Eine Date-Night mit meinem Herzensmann wäre auch mal wieder angesagt!
  • Warum ist meine To-Do-Liste am Abend länger als am Morgen?

Eins ist klar: Auf diese Fragen und Probleme gibt es nicht die eine wahre Antwort. Wir haben daher im Team diskutiert, was unser Alltag als Working Moms erleichtert und wir den ganz normalen Wahnsinn unter Kontrolle bekommen. Als LAUFMAMALAUF-Team arbeiten wir alle „remote“, also zeitlich und örtlich flexibel. Unsere Arbeit im Home-Office erleichtert und ermöglicht vieles: Betreuung eines kranken Kindes, Texteschreiben im Coffee-Shop, Teilnahme an der nachmittäglichen Theateraufführung im Kindergarten und Arbeiten, wo andere Urlaub machen. Aber das mobile Arbeiten ist nicht die Antwort auf alle Herausforderungen.

Wir haben deshalb hier unsere ganz persönlichen Tricks und Tipps zum Thema Work-Life-Balance zusammengetragen und teilen gerne diese Erfahrungen mit Euch. In diesem Sinne: Read on and #KeepBreathing

 

Work-Life-Balance: 13 Insider-Tipps von Working Moms

 

1. Schmeiß das schlechte Gewissen über Bord und hol Dir externe Hilfe.

„Es heißt ja nicht umsonst: ‘It takes a village to raise a child.’ Klar wird einem permanent suggeriert, was man als perfekte Supermom alles selbst machen müsste. Kinderbetreuung sowieso, aber auch die perfekten Lunchboxen und die selbst gebastelte Adventsdekoration … Kein Wunder, dass sich Mütter permanent unter Druck gesetzt fühlen und ein schlechtes Gewissen haben. Besonders fies sind da die eigenen hohen Ansprüche, die für den größten Stress bei Müttern sorgen (und sogar krank machen können). Also weg damit und lieber einen Schulterklopfer dafür, was wir schon alles stemmen. Sich dafür zusätzlich externe Hilfe zu holen ist keine Schande, sondern einfach nur smart. Ich hätte es vollberufstätig nie allein geschafft, Familie und Job zu balancieren. Danke an mein fein gestricktes Netzwerk aus Ehemann, Großeltern, Tagesmutter, Au-pair, Kindergarten, Hort, Freundinnen und unsere wunderbaren Babysitterinnen, die alle über die Jahre hinweg dazu beigetragen haben, dass aus den zwei kleinen Hosenscheißern zwei großartige, junge Männer geworden sind.“

– Katja –

 

2. Schaff Dir Freiheiten durch Organisation.

„Wenn ich ehrlich bin, ergibt sich ein Work-Life-Balance, also ein Gleichgewicht zwischen Familie, Beruf und kleinen Auszeiten, nicht von allein. Das braucht bei uns schon Organisation und natürlich viele Absprachen mit meinem Lebenspartner. Hilfreich sind dabei unser elektronischer Familienkalender, aber natürlich auch die Flexibilität, die LAUFMAMALAUF mir bietet, weil es keine Kernarbeitszeiten gibt und ich arbeiten kann wann und wo ich will. Das ist wirklich super.“

– Karen –

 

3. Schalte Dein Handy aus und konzentrier Dich wirklich mal auf Dein Gegenüber (Mann, Kind, Freundin, Katze).

„Wer kennt das nicht: Das Handy ist immer griffbereit. Sogar auf dem Tisch im Restaurant oder beim gemeinsamen Abendessen mit der Familie. Das stresst! Dich selbst und auch Dein Gegenüber. Wir verlernen das Fokussieren auf eine Sache, sind immer parallel noch mit anderen Dingen beschäftigt. Was leben wir da unseren Kindern vor? Also, einfach mal ‚abschalten’, nur im Moment sein, nur mit und ganz bei den Menschen um uns herum. Das entschleunigt und tut gut! Am besten eine feste Uhrzeit festlegen, wann abends das Handy in den Offline-Modus geht. Das sorgt definitiv für mehr Work-Life-Balance.“

– Kim –

 

4. Begrenze Ablenkungen und Zeitverschwender.

„Der Tag hat nur 24 Stunden, die werden auch durch Ziehen und Zerren nicht mehr. Aber jede Stunde am Tag bewusst zu nutzen, das hilft schon beim Zeitmanagement. Ich versuche sehr diszipliniert und effizient zu sein. Ich setzte mir zum Beispiel Zeitlimits bei der Bearbeitung von E-Mails oder bei Telefonaten. Das sind Sachen, die man auch gut machen kann, wenn die Kinder schlafen. Passive Erholung wie Fernsehgucken habe ich gestrichen, da ist es wichtiger die Zeit mit dem Partner bewusst zu verbringen. Ich versuchen auch Multitasking zu vermeiden, besonders wenn ich Zeit mit den Kindern verbringen. Multitasking bringt leider gar nichts, man ist weder bei der einen Sache richtig dabei noch bei der anderen. Besser ist es, die Aufgaben sequentiell abzuarbeiten und sich immer auf das zu konzentrieren, was man gerade macht: Sei es im Job oder mit den Kindern.

– Illdiko –

 

5. Suche Dir den richtigen Lebenspartner.

„Einer trage des Anderen Last:  Das sollte auch bei der Familienarbeit gelten. Leider sieht die Realität in deutschen Familien anders aus. Schuld sind da nicht unbedingt die Väter, wie die ELTERN-Studie zeigt: Da sind immerhin  85% der Väter, der Überzeugung, dass grundsätzlich Vater und Mutter gemeinsam für die Erziehung zuständig sind und dafür, dass es dem Kind gut geht. Aber nur 67% der Mütter stimmen dem zu. Mein Tipp: Lasst Eure Männer auch mal ran! Ja, möglicherweise machen sie Sachen anders, packen den falschen Belag in die Brotbüchse, kleiden die Kids etwas ‚mutiger’ oder vergessen die Wickeltasche mitzunehmen. Aber Freiraum für Mama kann nur entstehen, wenn Papa gleichberechtigt an der Kinderbetreuung und Hausarbeit beteiligt ist. Bei uns war das auch nicht immer linear 50:50. In unterschiedlichen (beruflichen) Phasen lag mal mehr Last bei dem einen als bei dem anderen Partner. Aber in Summe war und ist der Vater meiner Kinder vollumfänglich in Kinderbetreuung und Haushalt eingebunden. Eine riesige Entlastung für mich! Es ist zudem ein enormer Vorteil, wenn Kinder von Anfang an erleben, dass ihr Vater umfassende Verantwortung auch im Heim und am Herd übernimmt. Ein besseres Vorbild gibt es nicht!“

– Katja –

 

6. Du musst nicht perfekt sein.

„Wie oft sind die Erwartungen an uns selbst viel zu hoch. Wir orientieren uns an anderen und glauben, sie seien die Norm. Wir üben dann ‚Erfolgsdruck‘ in allen Lebensbereichen auf uns selbst aus. Das Privatleben muss stimmen und die Karriere natürlich auch. Doch hat jeder einen anderen Maßstab für sich und sein Leben. Wir alle machen Fehler, haben Makel und sind wunderbar verschieden. Genau das macht uns auch interessant.  Wir sollten viel öfter die Erwartungen an uns selbst herunterschrauben, einfach mal durchatmen und schauen, was unser Herz in Wirklichkeit will. Wir  müssen nicht perfekt sein.“

– Katha –

 

7. Nutze hilfreiche Tools.

„Organisation ist das halbe Leben, das hat schon meine Oma immer gepredigt und das wissen wir doch alle. Aber wie organisiert man sich am besten? Wenn man nur eine handvoll Aufgaben zu erledigen hat, ist das einfach. Aber so sieht die Realität von Müttern nicht aus. Stattdessen gilt es den Überblick zu behalten über eine manchmal schier endlose To-Do-Liste. Ich habe hierzu vor kurzem ein tolles Orga-Tool entdeckt. Es heißt Trello. Man kann es in der Basic-Version kostenlos im Netz runterladen. Trello ist gut und einfach zu bedienen, so dass man eigentlich gleich loslegen kann. Mit diesen Listen behalte ich seither thematisch den Überblick. Das Wichtigste markiere ich mir farblich und auch das vermeintlich Unwichtigere fällt nicht hinten runter. Beruflich und privat.“

– Laura –

 

8. Sorge für kleine Familien-Rituale.

„Sich Zeit zu nehmen für die Kinder und Partner ist wichtig. Besonders in stressigen Zeiten sind Familienrituale hilfreich, um die Beziehungen zu pflegen. Das müssen keine große Dinge sein, sondern können einfach Familienaktivitäten, die regelmäßig in den Zeitplan passen und wo jeder weiß, was zu erwarten ist und worauf man sich freuen kann: Sei es das gemeinsame Familienfrühstück, die Lesestunde am Abend mit den Kindern oder Brettspiel-Abende für die ganze Familie. Wir haben zum Beispiel eine winzig kleine Familiensauna eingebaut, die wir einmal in der Woche als Familie nutzen: Da wird gemeinsam sauniert und dann im „Ruheraum“ (unser Flur mit Sonnenliegen) gequatscht. Die Kinder lieben das!“

– Illdiko –

 

9. Liebe, was Du tust und Du musst keinen einzigen Tag mehr arbeiten.

„Es ist toll, wenn Du Dich bei der Arbeit dabei erwischst, dass Du Dein Tun gar nicht als Arbeit, Belastung oder Stress empfindest. Wenn Du bei der täglichen Arbeit möglichst viele Momente hast, die Dir einfach Spaß machen oder über die Du Dich freust. Das geht nicht pausenlos, aber man sollte sich die Momente bewusst machen und versuchen, sich so viele dieser Momente zu schaffen wie möglich.“

– Kim –

 

10. Nimm den Laptop mit in den Urlaub.

„Wer das macht, was er liebt, braucht nie ganz abschalten. Mit dem Rechner im Urlaubsgepäck können kreative Momente und Ideen sofort festgehalten werden. Zudem verhindere ich so den Aufbau einer ‚Datenflutwelle‘, die nach Urlaub und Erholung über mir zusammenschlägt.“

– Katha –

 

11. Do what matters and forget the rest.

„Fokussieren ist das Zauberwort! Das tun, was (für Dich) zählt. Sowohl im Arbeitsalltag, als auch privat. Oft verzettelt man sich in Nichtigkeiten und hat am Ende des Tages das Gefühl, mal wieder nichts (Sinnvolles) geschafft zu haben. Wenn ich am Abend nach Arbeit und Haushalt k.o. auf das Sofa falle und darüber traurig bin, dass ich es nicht geschafft habe, mit meinem Sohn das Lesen zu üben oder Lego zu bauen, versuche ich, genau das gezielt am nächsten Tag zu machen. Denn das ist es, was für mich zählt und für Work-Life-Balance sorgt!“

– Kim –

 

12. Genieße bewusst kleine Auszeiten.

„Am Rande des Wahnsinns einfach mal Hinsetzen und Nichtstun, bei einer Tasse Tee inspirieren lassen, kurz innehalten, aus guten Gedanken Kraft schöpfen und die Kostbarkeit des Lebens genießen. Wir sollten uns an dem Motto unserer Kinder orientieren: Genieße die kleinen Momente im Leben und mache sie zu etwas ganz Besonderem! Irgendwann werden wir zurückschauen und feststellen, sie waren großartig.“

– Katha –

 

13. Plane Sport, Schlaf und Freundinnen als Termine in Deinen Kalender – sonst wird das nichts.

„Der letzte Tipp ist ganz kurz: Verbindliche Termine machen für Sachen, die Dir wichtig sind! Bei mir ist seit über zehn Jahren der Montagabend fest für den Fitnessstudiobesuch mit meiner Freundin Gesche reserviert. Da kommt nix dazwischen außer Krankheit, Geschäftsreise oder Elternabend. Und jeden Samstagmorgen um 8:30 Uhr starte ich mit meiner Freundin Maren zum Joggen in den Park, mit anschließendem Kaffee auf dem Wochenmarkt. Die Termine mit meinem Buchclub und meiner Pekip-Gruppe (die sich inzwischen ohne Kinder trifft) sind ebenfalls feste Termine im Kalender. Meine Erfahrung: Was nicht geplant ist, passiert nicht. Gilt übrigens auch fürs Schlafen.“

– Katja –

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