Sport in der Schwangerschaft: Weiterbildung für Trainerinnen

Mit Kinderwagen-Kursen fing vor sechs Jahren alles an bei LAUFMAMALAUF. Seit ein paar Jahren bieten wir zusätzlich auch „Ganz-schön-schwanger“-Kurse für Mamas in spe an. Denn Sport in der Schwangerschaft hat viele Vorteile für Mutter und Kind.

Die Kurse von LAUFMAMALAUF richten sich an Schwangere ab der 12. Woche bis zum Ende der Schwangerschaft, finden outdoor im Park statt, dauern 60 min und umfassen Warm-up, Toning mit Kleingeräten, Cardio, Yoga-Übungen zum Cool-down, Core- & Pilates-Übungen sowie Stretch&Relax.

 

Sport in der Schwangerschaft: So machen sich die LAUFMAMALAUF-Trainerinnen fit

Besonders wichtig beim Sport in der Schwangerschaft ist eine qualifizierte und individuelle Betreuung durch kompetente Trainerinnen. Deshalb bieten wir für unsere LAUFMAMALAUF-Trainerinnen jedes Jahr interne Weiterbildungen für die Schwangeren-Kurse in Kooperationen mit Hebammen an. Dabei geht es um den neusten Stand der Forschung, die Auswirkungen von Sport in der Schwangerschaft, mögliche Kontraindikationen, die Schwangerschafts-Trimester sowie die konkreten Auswirkungen auf die Trainingsgestaltung und die Kursplanung für Schwangere. Ganz wichtig dabei: Die „Hebammen-Fragestunde“.

 

Schwangerschafts-Profis an unsere Seite: Hebammen als Referenten

Die letzten zwei Weiterbildungen für GSS (unser internes Kürzel für „Ganz-schön-schwanger“) fanden im Februar in Berlin und im März in Stuttgart statt. Mit dabei als Referentin in Berlin: Hebamme Julia Salaske.

Julia ist Berlinerin und selbst Mama von zwei Kindern. Nachdem sie in Hamburg erfolgreich ihre Ausbildung zur Hebamme abgeschlossen hatte, zog es sie zurück in die alte Heimat. Hier erfüllte sie sich ihren Traum vom freiberuflichen Arbeiten und bietet seitdem Vorsorgen und Wochenbettbetreuungen, Babymassagen, Geburtsvorbereitungskurse, Schwangerengymnastik, Rückbildungskurse und Kurse für Geschwisterkinder an. Julia arbeitet in der Hebammenpraxis am Mauerpark und Ihr könnt hier direkt Kontakt mit Julia aufnehmen.

 

Sport in der Schwangerschaft: Hebamme Julia im Interview

Wir haben Julia als Hebamme zu ihren Erfahrungen und Empfehlungen zu Fitness in der Schwangerschaft befragt. Lest hier unser Interview mit Julia.

FRAGE: „Was ist denn der aktuelle wissenschaftliche Stand zum Thema Sport in der Schwangerschaft?“

JULIA: „Der aktuelle Stand der Wissenschaft besagt, dass regelmäßiges Training für Mutter und Kind sehr gut ist. Es wird sogar Frauen, die vor der Schwangerschaft keinen Sport getrieben haben, empfohlen in der Schwangerschaft ein moderates Trainingsprogramm zu starten. Meine Meinung als Hebamme ist, dass es sinnvoll ist, sich eine Sportart zu suchen, bei der man Spaß hat und bei der man sich wohl und ausgeglichen fühlt. Denn dann entsteht eine innere Balance zwischen dem Ungeborenen und der werdenden Mutter.“

FRAGE: „Was genau sind aus Deiner Sicht als Hebamme die Vorteile, wenn werdende Mamas in der Schwangerschaft sportlich aktiv sind?“

JULIA: “In meiner Arbeit mit Schwangeren fällt mir immer wieder auf, dass werdende Mütter, die sportlich aktiv sind, eine bessere Körperhaltung haben und dadurch wesentlich seltener unter Schmerzen im Rückenbereich und im knöchernen Beckenring leiden. Das durch die Schwangerschaft verursachte Hohlkreuz kann dadurch vermindert werden. Zugleich besitzt die Schwangere eine bessere Fitness und erholt sich meistens nach der Entbindung wesentlich schneller. Die meisten Schwangeren fühlen sich durch Sport einfach beweglicher, fitter und gesünder. Und das hat natürlich positive Auswirkungen auf Stimmung und Selbstvertrauen. In meinen beiden Schwangerschaften ging es mir dadurch ebenfalls wesentlich besser. Und was gibt es Schöneres als eine gesunde, fitte und ausgeglichene werdende Mama!“

FRAGE: Was sollte eine Schwangere beachten, wenn sie „mit Kugel“ Sport machen will?

JULIA: „Meine Meinung als Hebamme dazu ist, dass eine Schwangere immer nur so viel machen sollte, wie sie für sie gut anfühlt. Es dürfen keine Schmerzen oder Unwohlsein auftauchen. Was mir sehr wichtig ist, dass eine vorherige Absprache mit mir als Hebammen bzw. der betreuenden Frauenärztin stattgefunden hat. Vor Start eines Trainingsprogramms sollte es eine Erst-Anamnese durch die Trainerin geben. Ein regelmäßiger Austausch mit der Trainerin optimiert das Ganze, damit diese auch weiterhin über alles informiert ist und sich optimal um die individuellen Bedürfnisse der schwangeren Teilnehmerin kümmern kann.“

FRAGE: Bis wann in der Schwangerschaft können Mamas in spe Sport machen?

JULIA: „Meine persönliche Meinung dazu ist, dass werdende Mamas solange Sport treiben sollen, wie sie wollen. Es gibt keinen Tag X, an dem der Sport eingestellt werden muss, sofern es keine gesundheitlichen Probleme gibt. Eine kontinuierliche Absprache mit der Hebamme bzw. der Frauenarztpraxis sollte hier eine Voraussetzung sein. In meinen Schwangerschaften hab ich jeweils bis zum letzten Tag Sport getrieben, da es mir sehr gut getan hat, eine körperlichen Ausgleich zu haben. Jedoch sollte sich keine Frau verpflichtet fühlen, bis zum Ende durchzuhalten, wenn ihr nicht mehr danach ist. Denn der eigene Körper zeigt einem dies am Besten!“

Vielen Dank für das Interview, Julia!

 

Neugierig?

Du bist auch schwanger und willst gerne mit uns im Park bei einem „Ganz-schön-schwanger“-Kurs trainieren? Dann suche Dir den passenden Kurs in Deiner Stadt und melde Dich an.

 

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